Pinterest Targeting-Optionen –
ein Überblick


Ein präzises Targeting ist unerlässlich für das Erreichen relevanter Zielgruppen und damit für den Erfolg von Werbekampagnen auf Social Media. Pinterest erlaubt wie andere Plattformen die Ausrichtung auf Interessen und demografische Faktoren. Zudem können Retargeting- und Act-Alike-Zielgruppen erstellt werden. Eine Besonderheit ist die Möglichkeit des Keyword-Targetings. Diese ist sehr vielversprechend für die Kampagnenausrichtung auf Pinterest, denn die Nutzer sind gezielt auf der Suche nach Ideen oder Produkten, und sie verfügen über eine hohe Kaufbereitschaft. Die richtige Kombination der verschiedenen Targeting-Einstellungen sorgt für steigende Conversions.

In diesem Fachbeitrag finden Sie einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten des Targetings auf Pinterest. Sie erfahren, wie man sie nutzt und was es dabei zu beachten gilt.

Pinterest Ads für Branding, Leads und Verkäufe

Pinterest ist ein Werbekanal für Unternehmen unterschiedlichster Branchen. Er ist soziales Netzwerk und Suchmaschine in einem. Die vielfältigen Werbeformate – darunter Photo-, Video-, Carousel-, App- und Idea-Ads – können unter Verwendung organischer Pins als Promoted Pins geschaltet oder neu erstellt werden.

Mit Advertising auf Pinterest stärken Sie Ihr Branding und erzielen Leads oder Verkäufe: Für den B2B-Bereich bietet Pinterest die Möglichkeit, Bild- oder Videoanzeigen mit einem Lead-Formular zu verknüpfen. Onlineshop-Betreiber können ihren Produktkatalog hochladen und spezielle Anzeigenformate für den E-Commerce nutzen.

Mehr über das Potenzial von Pinterest Advertising erfahren Sie in unserem Fachbeitrag.

Fachbeitragsgrafik - Pinterest Targeting-Optionen

Targeting-Möglichkeiten bei Pinterest

Ob im E-Commerce oder im B2B-Bereich: Zielgruppendefinition und Targeting sind ausschlaggebend für den Erfolg Ihrer Pinterest-Kampagnen. Die entsprechenden Einstellungen nehmen Sie auf Anzeigengruppenebene vor.

Zunächst wählen Sie eine Targeting-Strategie: Hier können Sie bereits festlegen, ob Sie bestehende Kunden erneut ansprechen oder neue Kunden gewinnen möchten.

Mit der Strategie „Eigene Auswahl“ nutzen Sie die Targeting-Optionen uneingeschränkt, geben dem Algorithmus aber zunächst keine Optimierungsrichtung vor.

Zielgruppenlisten für das Retargeting von Nutzern, die Ihre Marke bereits kennen

Zur Wiederansprache von Personen, die mit Ihren Inhalten auf Pinterest interagiert, Ihre externe Website besucht oder bereits Käufe bei Ihnen getätigt haben, definieren Sie passende Zielgruppen.

Interaktion:

Für das auf Interaktionen basierende Targeting gibt es zwei Möglichkeiten: Sie können festlegen, dass die Nutzer, die sie erreichen möchten, eine beliebige Interaktion (Klicks auf Pins oder Ads, ausgehende Klicks, Merken von Pins, Kommentare etc.) ausgeführt haben sollen. Oder Sie wählen sogenannte „optimierte Interaktionen“, d. h. Aktionen, die auf eine hohe Kaufabsicht schließen lassen (etwa Merken oder ausgehende Klicks).

Sie können die Interaktionszielgruppe nach Kampagnenziel oder basierend auf Interaktionen mit einem Pin oder einer Anzeige erstellen.

Kundenliste:

Wenn Sie eine Zielgruppe aus einer Kundenliste erstellen möchten, können Sie E-Mail-Adressen oder mobile Anzeigen-IDs von bestehenden Kunden über eine einspaltige CSV-Datei hochladen.

Hinweis: Nutzer, die iOS-Geräte verwenden oder der Datennutzung für gezielte Werbung widersprochen haben, sind aus der Kundenliste auszuschließen!

Details zu den Anforderungen und Einschränkungen finden Sie in den Anzeigenbestimmungen und Werberichtlinien.

Website-Besucher:

Um Zielgruppen aus Website-Besuchern erstellen zu können, ist Conversion-Tracking erforderlich. Die Zielgruppen können auf einem oder mehreren spezifischen Events basieren und z. B. Nutzer umfassen, die ein Produkt in den Warenkorb gelegt haben. Oder sie beinhalten Personen, die eine oder mehrere Seiten Ihrer Webseite besucht haben, wie etwa die Checkout- oder Bestätigungsseite.

Wenn Sie E-Commerce über Pinterest betreiben, können Sie für Ihre Kampagnen auch dynamisches Retargeting einrichten.

Alle drei Zielgruppenlisten eignen sich auch für Ausschlüsse.

Nach der Erstellung Ihrer Zielgruppenliste wird deren Größe auf der Zielgruppenseite im Pinterest Ads Manager innerhalb von 24 Stunden aktualisiert. Ist sie verfügbar, können Sie sie für Ihre Anzeigen nutzen oder ActAlike-Zielgruppen erstellen:

ActAlike-Zielgruppen für das Targeting von Neukunden

Über das Targeting von ActAlike-Zielgruppen erreichen Sie Nutzer, die Ihre Marke noch nicht kennen und die sich ähnlich verhalten wie vorhandene Zielgruppen. Sie eignen sich also, um neue Website-Besucher, neue mit Ihren Pins interagierende Personen oder neue Kunden zu finden.

Auch neue ActAlike-Zielgruppen werden innerhalb von 24 Stunden aktualisiert. Ist die Quellzielgruppe ebenfalls neu, dauert die Aktualisierung 72 Stunden.

Personas

Das Persona-Targeting umfasst Zielgruppen, die das Pinterest-Vertriebsteam für Sie erstellen kann. Die benutzerdefinierten Listen enthalten Nutzer, die sich schwer durch Interessen-Targeting und Keyword-Targeting ansprechen lassen.

Diese Targeting-Option verwendet mehr Verhaltenssignale von Pinterest-Nutzern als das Interessen-Targeting. Anhand ihrer Aktionen lassen sich die Nutzer besser gruppieren.

Hinweis: Persona-Zielgruppen können nur für die Kampagnenziele „Markenbekanntheit“, „Videoaufrufe“ und „Markenpräferenz“ verwendet werden.

Demografie

Zur Verfeinerung Ihrer Zielgruppen können Sie auch Einstellungen im Bereich Geschlecht, Standort, Gerät, Alter und Sprache nutzen.

Interessen

Im Bereich Interessen wählen Sie die zu Ihren Anzeigen passenden Themen aus, um Nutzer zu erreichen, für die Ihre Produkte interessant sein könnten. Diese lassen sich detailliert untergliedern.

Beispiele:

  • Beauty mit Unterkategorien, wie z. B. Haar, Hautpflege, Make-up
  • Einrichtungsideen mit Unterkategorien, wie z. B. Außenbereich, Beleuchtung, Fußböden, Zimmereinrichtung
  • Elektronik mit Unterkategorien, wie z. B. Computer, Handys, Kameras
  • Heimwerken und Kunsthandwerk mit Unterkategorien, wie z. B. DIY Schmuck, DIY Haushalt und Deko

Keywords

Pinterest-User suchen aktiv nach Inspiration zu verschiedenen Themen. Sie nutzen die Plattform wie eine Suchmaschine. Diese Besonderheit können Sie für das Targeting Ihrer Kampagnen einsetzen, denn Pinterest bietet die Möglichkeit des Keyword-Targetings. Dabei schließen Sie wie bei Google Ads solche Begriffe in Ihre Anzeigengruppen ein, die Ihre Zielgruppe in ihrer Suchanfrage verwendet. Auch die Keyword-Optionen (Broad Match, Phrase Match, Exact Match, Negative Phrase Match, Negative Exact Match) ähneln denen von SEA-Kampagnen.

Um herauszufinden, welche Suchbegriffe die Zielgruppe verwendet, geben Sie das betreffende Keyword in das Suchfeld von Pinterest Ads ein. Durch Autovervollständigung werden dann verschiedene Varianten und Ergänzungen des Begriffs angezeigt.

Pinterest stellt auch Informationen zum potenziellen Suchvolumen innerhalb der Plattform zur Verfügung.

Für die grundsätzliche Keyword-Recherche können Sie in Pinterest Analytics die „Meistgesuchten Pins“ auswerten oder den Google Ads Keyword-Planer verwenden.

Hinweis

Interessenbasierte Zielgruppen werden vorrangig im Home-Feed und in den verwandten Pins ausgespielt.

Bei Keyword-basierten Zielgruppen erfolgt die Ausspielung in den Suchergebnissen und in den verwandten Pins.

Im Bereich Platzierung können Sie auch selbst wählen, wo die Anzeigen ausgespielt werden sollen: Alle, Browsing (Feed) oder Suche.

Erweitert:

Nicht zuletzt dient das erweiterte Targeting dazu, Pinterest-Nutzer zu erreichen, die ähnliche Suchbegriffe verwenden oder ähnliche Interessen haben wie die Personen aus der von Ihnen erstellten Zielgruppe.

Nach Start Ihrer Kampagne erfolgt zunächst eine eingehende Prüfung durch Pinterest: Sind die Werberichtlinien und Targeting-Richtlinien erfüllt, wird Ihre Pinterest-Kampagne nach maximal 24 Stunden freigegeben.

9 Tipps für effektives Pinterest-Targeting

Für das optimale Targeting Ihrer Pinterest-Zielgruppe empfehlen wir folgende Best Practice:

1. Analyse-Werkzeuge nutzen
Um erfolgreiche Pinterest-Kampagnen zu planen, sollten Sie sich über die Entwicklungen auf der Plattform informieren. Wertvolle Erkenntnisse für die Kampagnen-Vorbereitung finden Sie in den Audience Insights von Pinterest Analytics sowie in den Pinterest Trends und in Pinterest Predicts.

2. Targeting-Strategie auswählen
Wenn Sie mit der Einrichtung des Targetings für Ihre Pinterest-Kampagnen beginnen, empfiehlt es sich, eine Targeting-Strategie zu wählen und auf diese Weise den Algorithmus zu unterstützen.

3. Interessen-Targeting mit Oberkategorien starten
Beim interessenbasierten Targeting sollten Sie Ihre Pinterest Kampagne zunächst auf die Oberkategorien (Level), z. B. Fahrzeuge und Elektronik, ausrichten. Wenn Sie später feststellen, dass eine Kategorie besonders gut performt, wählen Sie passende Unterkategorien. Erzielt die Oberkategorie Fahrzeuge die besten Ergebnisse, ergänzen Sie eine zugehörige Unterkategorie, z. B. Elektroautos.

4. Keyword-Targeting ausschöpfen
Wenn Sie das Keyword-Targeting nutzen, achten Sie darauf, eine ausreichend große Zahl an Keywords für Ihre Pinterest-Kampagne einzubuchen. Pinterest empfiehlt mindestens 25 Keywords.

5. Targeting-Optionen kombinieren
Für das präzise Targeting Ihrer Zielgruppe können Sie verschiedene Targeting-Einstellungen miteinander kombinieren: Gerade zum Start empfiehlt es sich, keyword- und interessenbasiertes Targeting zusammen einzusetzen.

6. Targeting-Vorlagen verwenden
Pinterest bietet die Möglichkeit, die gewählten Targeting-Details als Vorlagen zu speichern. Nutzen Sie diese, um sie in späteren Kampagnen wiederzuverwenden.

7. Passende Ausschlüsse nutzen
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person innerhalb von kürzester Zeit wiederholt Käufe bei Ihnen tätigt, ist recht gering. Darum sollten Sie bei Conversion-Kampagnen solche Nutzer ausschließen, die in den letzten 30 Tagen bereits bei Ihnen gekauft haben.

8. A/B-Testing einsetzen
Erstellen Sie unterschiedliche Zielgruppen (z. B. verschiedene Altersgruppen oder Interessen) und testen Sie diese gegeneinander. Auf diese Weise finden Sie heraus, welche die besten Kampagnenergebnisse liefert. Die Erkenntnisse helfen Ihnen, Ihr Targeting entsprechend anzupassen und Ihre Anzeigen besser auf die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe abzustimmen.

9. Monitoring und Optimierung durchführen
Eine fortlaufende und umfassende Überwachung Ihrer Pinterest-Kampagnen ist entscheidend für den Erfolg Ihrer Werbemaßnahmen. Die Auswertung der Kampagnenergebnisse zeigt Ihnen, wo Optimierungspotenziale liegen und wie Sie das Targeting anpassen müssen, um die gewünschte Zielgruppe anzusprechen.

Durch die Optimierung Ihres Targetings erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass über Ihre Pinterest-Kampagnen die gewünschten Conversions erzielen.
Achten Sie darauf, pro Anzeigengruppe maximal vier Anzeigen zu schalten.

Unser Fazit

Auf Pinterest finden Sie eine Vielzahl von Einstellungsoptionen für das präzise Targeting Ihrer Ads-Kampagnen. Ob Demografie, Interessen, Keywords oder Zielgruppenlisten: Mit der richtigen Kombination von Ein- und Ausschlüssen stärken Sie Ihr Branding und generieren Leads oder Verkäufe. Um herauszufinden, was Ihre Wunschkunden besonders anspricht, sollten Sie Ihre Kampagnen kontinuierlich überwachen und optimieren.

Als Spezialagentur für Search & Social Media Advertising kennen wir die Besonderheiten von Pinterest als Werbeplattform. Gemeinsam mit Ihnen definieren wir Ihre Zielgruppen und bauen eine individuelle Funnel-Struktur auf. Wir analysieren die KPIs Ihrer Kampagnen und nehmen fortlaufend notwendige Anpassungen an Ihrer (Re-)Targeting-Strategie vor.

Autoren: Sylvia Böning, Celine Dalibor

Veröffentlichung: 18.01.2024

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